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Cyproteronacetat & Ethinylestradiol zur Empfängnisverhütung

Kombinationspräparate mit Cyproteronacetat und Ethinylestradiol eignen sich für erwachsene Frauen zur langfristigen, hormonellen Empfängnisverhütung. Dabei schützen verschiedene orale Präparate dreifach vor ungewollten Schwangerschaften. Der Vorteil dieser Wirkstoffkombination besteht darin, dass bei regelmäßiger Einnahme ein hoher Schutz ohne zusätzlichen Einsatz anderer mechanischer Verhütungsmethoden.

Überblick

Der Wirkstoffkomplex Cyproteronacetat und Ethinylestradiol kommt hauptsächlich als Antibabypille zur hormonellen Empfängnisverhütung zum Einsatz. Erwachsene Frauen ab 18 Jahren, die nicht stillen, können entsprechende Präparate täglich zur gleichen Zeit einnehmen. Nach 21 Tagen erfolgt eine siebentägige Pause. Während dieser tritt die Entzugsblutung normalerweise auf. Nach der Pause folgt eine weitere Einnahmephase.

Zu beachten gilt, dass ein zuverlässiger Schutz ausschließlich bei regelmäßiger Einnahme gegeben ist. Eine vergessene Pille kann innerhalb der ersten 12 Stunden eingenommen werden. Nach Ablauf dieses Zeitfensters sind zusätzliche nicht hormonelle Verhütungsmethoden (Kondom, Diaphragma) notwendig.

Das verschreibungspflichtige Verhütungsmittel wird ausschließlich nach fachärztlicher Anamnese ausgegeben. Bei dieser stehen vor allem (Vor-)Erkrankungen und eventuelle genetisch veranlagte Risikofaktoren im Blickpunkt der Betrachtung.

Welche Medikamente enthalten diese Hormone?

  • Cyproderm: 2mg Cyproteronacetat/ Ethinylestradiol 0,035mg (Filmtabletten)
  • Diane 35: 2mg Cyproteronacetat/ Ethinylestradiol 0,035mg (überzogene Tabletten)

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

Aufgrund der positiven Eigenschaften profitieren auch Frauen von Cyproteronacetat und Ethinylestradiol, die unter Androgenisierung leiden.

Dieser Überschuss ist erkennbar an sogenannten androgenabhängigen Krankheitsbildern wie starke Akne (Hautinfektion) inklusive Entzündungen (Ekzeme) beziehungsweise Bildung von Knoten (Acne nodulocystica, Acne papulopustulosa), leichte Ausprägung von Hirsutismus (vermännlichte Köper- und Gesichtsbehaarung) oder androgenetische Alopezie (Haarausfall).

In jedem Fall ist die Einnahme in diesen Fällen mit einem Arzt zu besprechen.

Wirkungsweise von Cyproteronacetat und Ethinylestradiol

Östrogen-Gestagen-Kombination dient hauptsächlich der hormonellen Verhütung. Mit dem körpereigenen Östrogen Estradiol ist der Wirkstoff Ethinylestradiol verwandt. Das Gestagen (Gelbkörperhormon) Cyproteronacetat besitzt Ähnlichkeit zu Progesteron.

strukturformel von cyproteron und ethinylestradiol

Das gemeinsame Wirken beider Substanzen leitet den Eisprung, eine Schwangerschaft und die Rückbilungsphase des monatlichen Zyklus ein. Hierfür schüttet der weibliche Körper diese Hormone an ganz bestimmten Zyklus in verschieden starken Mengen aus.

Eine zusätzliche Einnahme von Cyproteron und Ethinylestradiol erhöht die dem Körper zur Verfügung stehende Hormonmenge. Auf diese Weise wird eine Schwangerschaft vorgetäuscht.

Infolgedessen kommt es zur Hemmung des Eisprungs und einer sich nicht verdickenden Gebärmutterschleimhaut. Die Einnistung eines eventuell befruchteten Eis wird unmöglich.

Damit bietet diese Wirkstoffkombination einen doppelten Schutz vor Schwangerschaften.

Als dritten Schutzfaktor verdickt das Gestagen Cyproteronacetat den Schleim im Bereich des Gebärmuttereingangs. Auf diese Weise wird männlichen Spermien das Eindringen erschwert.

Antiandrogene Wirkung bei erwachsenen Frauen

Die antiandrogenen Eigenschaften des Wirkstoffkomplexes werden hauptsächlich Cyproteronacetat zugeschrieben. Es gilt als Gegenspieler des männlichen Geschlechtshormons Testosteron.

Damit vermindert es sämtliche Symptome, die aufgrund des erhöhten Testosteronspiegels im Blut entstehen. Folglich vermindern sich Symptome wie Haarausfall aufgrund männlicher Hormone, fettige Haut oder Formen einer nicht natürlichen Behaarung.

Welche Nebenwirkungen können bei diesem Wirkstoffkomplex auftreten?

Im Einzelfall treten bei der Einnahme von Kombinationspräparaten mit Ethinylestradiol und Cyproteronacetat.

Häufig treten Erbrechen, Brustspannen, Übelkeit oder vaginaler Ausfluss auf.

Gelegentliche werden folgende Nebenwirkungen beobachtet: Kopfschmerzen, Candidose (vaginale Pilzinfektionen), Dysmenorrhö (Regelblutungsbeschwerden).

Selten berichten Frauen von allergische Reaktionen wie Juckreiz, Nesselsucht oder Hautausschlag, Zystenbildung an den Eierstöcken, Erythema nodosum (Knotenrose), Hautveränderungen, Pigmentierungsstörungen, trockene Haut, zeitlich begrenzter Akne, (vorübergehendem) Haarausfall oder Kreislaufversagen.

Zu vereinzelten (sehr seltenen) Begleiterscheinungen zählen Vergrößerung der Brust, Bluthochdruck, Bindegewebe-, Knochen- oder Muskelschmerzen, prämenstruelles Syndrom, Verstärkung der monatlichen Menstruationsblutung oder eine deutlich schlechtere Kontaktlinsenverträglichkeit.

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Wassereinlagerungen Kopfschmerzen Eierstockzysten
Brustspannen Regelblutungsstörungen Kreislaufbeschwerden
Ausfluss Pilzinfektionen Hautveränderungen

Weitere Nebenwirkungen ohne konkrete Häufigkeitsangabe sind Zwischenblutungen, Wassereinlagerungen, Vaginalsekretionsveränderung, Überempfindlichkeitsreaktionen, multiforme Körpergewichtsveränderungen, Migräne, Magenbeschwerden, Erythema exsudativum (Scheibenrose), braune Hautflecken im Gesicht, Depressionen, Brustspannen oder -schmerzen.

Sobald eine der folgenden Begleiterscheinung auftritt, ist die Einnahme des Wirkstoffkomplexes umgehend einzustellen: erstmalige oder verstärke Kopfschmerzen oder Migräne mit ungewöhnlicher Häufigkeit, starke Wahrnehmungs-, Hör- oder Sehstörungen, hierzu zählen beispielsweise auch Bewegungsstörungen wie Lähmungen.

Zudem muss die Einnahme abgebrochen werden sobald erste Anzeichen für Gefäßverschlüssen oder einen Schlaganfall auftreten. Hierzu zählen noch nie erfahrene Schmerzen beziehungsweise Schwellungen in beiden/einem Bein. Ungeklärte stechende Schmerzen beim Husten oder Atmen zählen ebenso zu Warnhinweisen. Besonders auffällig ist dabei ein Enge- oder Schmerzgefühl im Brustbereich.

Nach Unfällen oder mindestens sechs Wochen vor einem geplanten, größeren operativen Eingriff (beispielsweise an den Beinen), die mit nachfolgenden Liegezeiten verbunden sind.

Auf welche Medikamente ist bei Einnahme dieser Wirkstoffe zu verzichten?

Es gibt bestimmte Wirkstoffe, die den schnellen Abbau von Ethinylestradiol und Cyproteronacetat begünstigen. Dadurch wird die empfängnisverhütende Wirkung herabgesetzt. Es kommt vereinzelt zu Zwischenblutungen beziehungsweise ungewollten Schwangerschaften.

Auf folgende Medikamente trifft dies zu: Aktivkohle, Antibiotika Rifampicin, Antiepileptika (Barbexaclon, Carbamazepin, Felbamat, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Topiramat), Barbiturate (Schlafmittel), Ampicillin (beispielsweise Tetrazykline), virenhemmende Arzneimittel (beispielsweise Ritonavir, Nelfinavir), Johanniskraut, Pilzmittel Griseofulvin, Phenylbutazon (Gichtmittel).

Die Kombination kann die Wirksamkeit folgender Wirkstoffgruppen beeinflussen: Medikamente zur Blutzuckersendung (Insulin, orale Antidiabetika), Antikoagulanzien, Fibrate (Etofibrat, Bezafibrat, Clofibrat), Glukokortikoide, erhöhte Unverträglichkeit bei Antidepressiva, Psychopharmaka (Chlordiazepoxid, Diazepam), Theophyllin (Asthmamedikament).

Alkohol oder fettreiche Mahlzeiten beeinflussen die effektive Wirkung von Cyproteronacetat und Ethinylestradiol zur sicheren Empfängnisverhütung nicht.

Wer darf Cyproteronacetat und Ethinylestradiol nicht einnehmen?

Während der Schwangerschaft darf diese Wirkstoffkombination nicht eingenommen werden. Stillende Frauen müssen vor dem Anwendung entsprechender Medikamente abstillen, da geringe Menge der Wirkstoffe über die Muttermilch zum Säugling gelangen können. Die Bildung von Muttermilch wird ebenso ungünstig beeinflusst.

Personen unter 18 Jahren dürfen Cyproteronacetat und Ethinylestradiol nicht anwenden. Für Männer sind diese Substanzen nicht geeignet.

Frauen, die überempfindlich auf einen der Wirkstoffe reagieren, soltlen diese nicht einnehmen. Dies gilt ebenso für folgende Indikationen:

  • frühere oder bestehende Tumore (bösartig), welche erneut wachsen könnten (beispielsweise Brustkrebs)
  • Herpes gestationis (Herpesinfektionen) während früherer Schwangerschaft
  • Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut mit noch nicht geklärter Ursache beziehungsweise Behandlung
  • ungeklärte vaginale Blutungen,
  • schwere Lungenerkrankungen (aktuell oder vergangen) wie beispielsweise Dubin-Johnson-Syndrom
  • Gallenstau, Gelbsucht, Leberentzündungen, Lebertumore und
  • Porphyrie Rotor-Syndrom

Mit dem medikamentösen Behandlungsbeginn ist zudem abzuwarten, bis sich Leberwerte (Transaminase) normalisiert haben und folgende Krankheiten nicht diagnostiziert wurden: Sichelzellenanämie, Blutgefäßerkrankungen (aktuell, früher), welche zu Thrombosen (Gefäßverschlüssen) in Arterien oder Venen führten.

Hierzu zählen schwere Venenerkrankungen, Thrombophlebitis (Venenentzündungen), Venenthrombosen, Angina Pectoris, Blutgerinnungsstörungen, Schlaganfall, Lungenembolie, Herzklappenfehler und Herzinfarkt.

Auf Cyproteronacetat und Ethinylestradiol ist zu verzichten bei schwer behandelbarem Bluthochdruck, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Fettsucht oder schwere Fettstoffwechselstörungen, Migräne, Nikotinabhängigkeit, Mittelohrschwerhörigkeit, die sich während einer vorangegangenen Schwangerschaft intensivierte, Juckreiz und/oder Gelbsucht während früherer Schwangerschaft.

Bei folgenden Grunderkrankungen ist eine Einnahme unter kontinuierlicher ärztlicher Aufsicht möglich: Asthma, Chorea minor (Veitstanz), Epilepsie, Herz- und Nierenfunktionsstörungen, multipler Sklerose, Mastopathie (Erkrankungen der Brustdrüse).

Quellen:

Veröffentlicht am 17.05.2016

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