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Wirkstoffcheck Budesonid

Medikamente mit dem Wirkstoff Budesonid sind verschreibungspflichtig. Der synthetisch hergestellte Stoff gehört zur Wirkstoffgruppe der Glucocorticoide. Hauptsächlich kommt er zur Behandlung von asthmatischen Erkrankungen zum Einsatz, da es entzündungshemmend und schwellungslindernd wirkt.

Anwendungsgebiet von Budesonid

Eingesetzt wird Budesonid hauptsächlich bei allergischen und entzündlichen Prozessen. Diese sind lokalisiert in den Atemwegen oder im Verdauungstrakt. Im Rahmen einer Mono- oder Kombinationstherapie werden vorrangig folgende Erkrankungen behandelt:

  • Asthma bronchiale,
  • COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung),
  • Polypen der Nase,
  • allergisch Reaktionen der oberen Atemwege (beispielsweise Heuschnupfen),
  • Autoimmunhepatitis (Leberentzündung durch Autoimmunreaktion),
  • Morbus Crohn,
  • Colitis ulcerosa.

Bei den letzten zwei Indikationen handelt es sich um chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Wirkungsweise von Budesonid

Budesonid (16-alpha,17-[(RS)-Butan- 1,1-diyldioxy]- 11-beta,21-dihydroxypregna- 1,4-dien-3,20-dion) gehört zu den Glucocorticoiden und besitzt eine hohe Corticoidwirkung auf lokaler Ebene. Im Jahre 1936 entdeckten Wissenschaftler, dass er ein Cortisol ist.


Der Wirkstoff weist eine antiexsudative, antientzündliche, antiödematöse und antiallergische Aktivität auf. Je nach Behandlungsart eignet sich Budesonid zur oralen, inhalativen, rektalen oder nasalen Anwendung.

Auch rektal beziehungsweise oral anzuwendende Präparate zeichnen sich durch ihre hauptsächlich lokale Wirkung im Darm aus. Dies basiert darauf, dass Budesonid kaum resorbiert wird.

Folgende Indikationen treffen zu: Therapie von entzündlichen Darmerkrankungen chronischer Art, dauerhafte Medikamentation bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen oder symptomatische Behandlung von Heuschnupfen (allergische Rhinitis).

Budesonid eignet sich für eine regelmäßige als auch langfristige Anwendung. Je nach Schwere und Art der Krankheit wird eine der verschiedenen Darreicherungsformen ausgewählt.

Arzneimittel mit Budesonid gibt es als Monopäparate (ein Wirkstoff) beziehungsweise als Kombinationsmedikamente, in denen mehrere Wirkstoffe enthalten sind.

Wie wirkt Budesonid?

Budesonid wirkt intrazellulär (innerhalb der Zelle). Hier verbindet es sich mit Glucocorticoid-Rezeptoren. Nachdem zwischen dem Rezeptor und Budesonid eine stabile Verbindung aufgebaut wurde, gelangt der Wirkstoff direkt zum Zellkern. Das Innere einer Zelle gilt als Entstehungsort für entzündliche Prozesse.

Die Ausbildung dieser wird entsprechend von Budesonid gehemmt als auch grundlegend unterbrochen. Auf diese Weise wird die Entstehung weiterer Entzündungen unterbrochen.

Des Weiteren zeichnet sich das Cortisol dadurch aus, dass die Wirkung sehr schnell eintritt. Gleichzeitig besitzt es eine sehr nachhaltige Wirkungsweise aufgrund der langen Wirkzeit von bis zu 12 Stunden.

Nebenwirkungen von Budesonid

Ähnlich wie bei anderen Medikamenten kann die Einnahme von Budesonid im Einzelfall mit Nebenwirkungen verbunden sein. In Abhängigkeit von der Einnahmevariante fallen die Beschwerden unterschiedlich aus.

Budesonid in Tablettenform

Häufig treten folgende Nebenwirkungen auf Kopfschmerzen, Stimmungsveränderungen, Cortisolkonzentration im Blut nimmt ab, Schlaflosigkeit, Übelkeit oder Oberbauchschmerzen.

Gelegentlich sind Schläfrigkeit, Akne, Bauchschmerzen, Blähbauch, Blutarmut, Cushing-Syndrom, Verdauungsstörungen, ausbleibende Arzneimittelwirkungen oder Arm- und Beinschmerzen zu beobachten.

Selten kommt es zu Fatigue (Müdigkeit), Juckreiz beziehungsweise Wasseransammlungen in Beinen oder Armen.

Budesonid zum Inhalieren

Zu häufigen Nebenwirkungen zählen Husten, Heiserkeit, Reizungen und Pilzbefall im Mund- beziehungsweise Rachenraum.

Seltene Beschwerden sind Aggressivität, allergischer Schock, Ängstlichkeit, Bronchialkrämpfe, depressive Verstimmungen, Gesichtsschwellungen, Hautausschlag oder -rötung, Kontaktdermatitis, Juckreiz, Nesselsucht, Nervosität, Unter- oder Überfunktion der Nebenniere, Psychosen, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen, kindliche Verhaltensauffälligkeiten oder Wachstumsverzögerung.

In vereinzelten, sehr seltenen Fällen leiden Patienten Grüner oder Grauer Star, verminderte Knochendichte oder eine unterdrückte Nebennierenfunktion.

Budesonid in der Nase anwenden

Häufig kommt es zu örtlichen Reizungen der Schleimhaut, Nasenbluten oder blutiges Sekret.

Gelegentlich bemerken Patienten verzögerte oder sofortige Überempfindlichkeitsreaktionen, wie beispielsweise Gesichtsschwellungen, Nesselsucht, Juckreiz, Hautausschlag und -entzündung.

Selten ist Akne oder eine Unterfunktion der Nebenniere zu beobachten. Bei lang andauernder Anwendung sind Katarakt (Linsentrübung), erhöhter Augeninnendruck (Glaukom) oder Osteoporose.

Vereinzelt kommt es zu Sprachstörungen, Geschwüren der Nasenschleimhaut oder Löchern in der Nasenscheidewand.

Anwendungen Budesonids im Enddarm

Häufig kommt es zu Blähungen, Durchfall, Hautausschlag, Nesselsucht oder Übelkeit.

Gelegentliche Nebenwirkungen sind Schlaflosigkeit oder Unruhe. In vereinzelten Fällen treten allergische Reaktionen als Nebenwirkungen auf. Es ist bis dato unbekannt, wie oft Grüner Star nach der Anwendung von Budesonid auftritt.

Wechselwirkungen von Budesonid

Bei einer gleichzeitigen Einnahme des Wirkstoffes Budesonid mit anderen Medikamenten kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Je nach Einnahmeform fallen diese verschieden aus.

Budesonid verstärkt die Wirkung von Beta-2-Sympathomimetika, Arzneimittel zur Behandlung von Asthma: Fenoterol, Formoterol, Salbutamol oder Salmeterol. Ebenso wie der Wirkstoff Budesonid weiten diese die Bronchien.

Der Abbau von Budesonid wird gehemmt durch folgende Medikamente:

  • Antibiotika (Erythromycin, Troleandromycin),
  • Pilzmittel (Ketoconazol, Itraconazol),
  • Arzneimittel gegen Abstoßreaktionen nach Transplantationen (Ciclosporin),
  • Grapefruitsaft und
  • Präparate gegen HIV-Infektionen (Nelfinavir, Ritonavir).

Gleichzeitig können eben genannte Mittel die Nebenwirkungen und die Wirkungen von Budesonid verstärken.

Frauen, die parallel zu Budesonid Östrogen-Gestagen-Kombinatioen oder Östrogen-Präparate zur hormonellen Empfängnisverhütung einnehmen, bemerken oft eine verstärkte Wirkung des Asthmamedikamentes, da der aktive Wirkstoff von denselben Enzymen abgebaut wird, wie das Östrogen Ethinylestradiol.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Budesonid

Grundsätzlich sind Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Präparats mit Budesonid (Spritze, Salbe, Zäpfchen, Spray, Tabletten) unterschiedlich.

Keine dieser Varianten darf angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff oder einen anderen Bestandteil des Medikaments bekannt ist. Dies gilt ebenso bei bakteriellen Infektionen des Darms, beziehungsweise durch Pilze oder Viren bei Masern als auch Windpocken.

Intranasal (als Nasenspray) darf das Medikament bei Mykosen (Pilzerkrankungen), Lungentuberkulose oder auch bei Lungenmykose ausschließlich in Kombination mit einer antimykotischen beziehungsweise antibakteriellen Therapie zum Einsatz kommen. Das trifft auch bei viralen und bakteriellen Infektionen der Atemwege zu.

Sollten der Darm von Bakterien, Amöben (Kleinstlebewesen), Pilzen, Viren oder Infektionen befallen sein, kommt Budesonid nicht infrage. Zu weiteren Ausschlusskriterien gehören Leberzirrhose (Schrumpfleber) und ein möglicher Bluthochdruck in der Leberpfortader.

Als Notfallmedikament bei akutem Asthmaanfall ist Budesonid nicht geeignet.

Während der Schwangerschaft ist eine Therapie mit diesem Arzneimittel nach Möglichkeit auszuschließen, da das Ungeborene Schäden der Nebennieren davon tragen kann. Ein Einsatz kommt in diesem Fall nur unter strikter ärztlicher Kontrolle infrage.

Vor der Anwendung höherer Dosen beziehungsweise vor einer Langzeitbehandlung ist vor Einnahmebeginn abzustillen.

Bei Säuglingen und Kindern darf Budesonid als Zäpfchen oder Tabletten nicht eingesetzt werden. Es besteht die Gefahr sehr schwerer Krankheitsverläufe von Masern oder Windpocken. Bei anderen Arzneiformen ist genau auf die Informationen der Packungsbeilage zu achten. So besteht beispielsweise bei längerfristiger Inhalation die Gefahr möglicher Wachstumsstörungen. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist hier unabdingbar.

Quellen:

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